Besuch im Knaack-Klub

Abteilung

Zu einem Besuch im Knaack-Klub in der Greifswalder Straße hatte unsere Abteilung gemeinsam mit dem Kulturforum Berlin Nordost e.V. und dem AK Kultur am 28. Mai eingeladen. Matthias Harnoß und Matthias Matthies von der Knaack-Geschäftsführung stellten uns die Lage des seit über 50 Jahren in einer ehemaligen Fabrik bestehenden Clubs vor.

Der Knaack Klub findet starken Zuspruch bei 18-25jährigen mit Rock- bzw. Nachwuchsbands. Der Weiterbetrieb des Club ist dadurch gefährdet, das Live-Konzerte nicht mehr in der üblichen Lautstärke sondern aufgrund eines Wohnungsbaus nebenan nur noch zu stark herabgesetztem Lärmpegel und vorgezogenem Konzertende stattfinden dürfen. Grund ist eine aktuelle Entscheidung des Berliner Oberverwaltungsgerichts, das eine Klage des Knaack-Vermieters gegen den benachbarten Wohnungsbau wegen Fristüberschreitung abschlägig beschied. Trotz der Nachbarschaft zum Gewerbekomplex hatte das Bezirksamt Pankow eine Baugenehmigung für den Bau des Wohnhauses mit Eigentumswohnungen erteilt. Die Klubbetreiber stehen nun vor den Alternativen, den Lärmschutzauflagen entsprechend mindestens 150.000 € zu investieren (die sie nicht haben und mit ihren niedrigen Eintrittsgeldern nicht rasch hereinbekommen), den Klub zu verlagern (Standortalternativen zerschlugen sich bisher regelmäßig) oder den Klub und ihre Existenz aufzugeben. Wir Besucher brachten unser Unverständnis zum Ausdruck über die existenzgefährdende Wohnbaugenehmigung, diskutierten verschiedene Lösungsmöglichkeiten von Förderungen bis zu Konzeptionsänderungen und besuchten zwei Floors im Club. Die vertrackte Lage muss nun bis Jahresende gelöst werden, da dann die Verlängerung des Mietvertrags für den Knaack Klub ansteht.

 
 

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