Tag der Befreiung

Veröffentlicht am 08.05.2015 in Geschichte

Am 8. Mai putzte die Abteilung 15 anlässlich der 70-jährigen Befreiung vom Nationalsozialismus Stolpersteine in Prenzlauer Berg.

In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht. In Gedenken an die 70-jährige Befreiung vom Nationalsozialismus putzten wir an diesem Freitag Stolpersteine im Prenzlauer Berg. Mit dabei waren Birgit Grunberg, Wolfgang Grunberg, Josef Hesse, Ronald Rüdiger und Klaus Mindrup.

Im Rahmen des Stolpersteine-Kunstprojektes wird auf Messingtafeln konkret Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Die Tafeln werden auf Steinen vor den Häusern in den Gehweg eingelassen, in denen einst Menschen wohnten, die von den Nationalsozialisten verfolgt, ermordet, deportiert oder vertrieben wurden.

Wir erinnerten an:

Hedwig Hartung (1914–1945)

Hedwig Hartung wurde am 12. Januar 1914 in Berlin geboren. Sie arbeitete als Sprechstundenhelferin und Stenotypistin. Zusammen mit ihrem Bruder Hugo wohnte sie in der Chodowieckistraße 28 bevor sie hier her zog. Sie war Mitglied in der Sozialistischen Arbeiter-Jugend (SAJ) und später der SPD.

1935 wurde sie wegen ihrer Mitgliedschaft in der marxistischen Widerstandsorganisation „Miles-Gruppe“ festgenommen. Im Verfahren wurde sie freigesprochen.

Wahrscheinlich ab 1938 arbeitete sie in der Abteilung Wehrmachtpropaganda beim Oberkommando der Wehrmacht (OKW). Dort lernte sie den Unteroffizier Heinrich Werner kennen. Sie begleitete ihn zu seinen politischen Treffen mit Erwin Freyer und der Bewegung „Nationalkomitee Freies Deutschland“.

Als Begleitung zu einem dieser Treffen beobachtete sie am 8. Juli 1944 Heinrich Werners Verhaftung. Sie wurde am 15. Juli 1944 verhaftet und zur Untersuchungshaft nach Moabit gebracht. Im Prozess um Heinrich Werner vor dem Volksgerichtshof wurde sie am 18. September 1944 aus Mangel an Beweisen frei gesprochen.

Sie starb im Januar 1945, kurz nach der Hinrichtung von Heinrich Werner an „Herzversagen“. Wahrscheinlicher ist jedoch ein Selbstmord oder ihr Tod durch die Haftfolgen.

Fanny Getzow (1898–1941)

Fanny Gatzow wurde am 16. Dezember 1898 in Minsk geboren. Sie war Arbeiterin und Jüdin. Sie wurde am 27. November 1941 mit dem siebenten Berliner Transport von Berlin nach Riga deportiert. Dort kam sie am bereits am 30. November 1941 ums Leben. Die zentrale Datenbank von Yad Vashem gibt als Todesort Kaunas in Litauen an.

 

Mehr Informationen zu dem Stolpersteine-Projekt von Gunter Demnig gibt es hier: http://www.stolpersteine.eu/. Die Steine werden über Spenden und Patenschaften finanziert. Die Verlegung eines neuen Stolpersteines kostet 120 Euro.

 

 
 

Termine

SPD Kollwitzplatz, Winsviertel: Stammtisch
28.05.2019, 19:00 Uhr

Nachbarschaftshaus auf dem neuen Hirschhof, Oderberger Str. 19, 10435 Berlin

SPD Kollwitzplatz, Winsviertel: Abteilungsversammlung
11.06.2019, 19:00 Uhr

Nachbarschaftshaus auf dem neuen Hirschhof, Oderberger Str. 19, 10435 Berlin

SPD Kollwitzplatz, Winsviertel: Abteilungsversammlung
13.08.2019, 19:00 Uhr

Nachbarschaftshaus auf dem neuen Hirschhof, Oderberger Str. 19, 10435 Berlin

SPD Kollwitzplatz, Winsviertel: Abteilungsversammlung
10.09.2019, 19:00 Uhr

Nachbarschaftshaus auf dem neuen Hirschhof, Oderberger Str. 19, 10435 Berlin

SPD Kollwitzplatz, Winsviertel: Abteilungsversammlung
12.11.2019, 19:00 Uhr

Nachbarschaftshaus auf dem neuen Hirschhof, Oderberger Str. 19, 10435 Berlin

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