Tungaba trommelte für ein kommunales Wahlrecht

Veröffentlicht am 23.09.2009 in Abteilung

Die SPD will das kommunale Wahlrecht für alle Migrantinnen und Migranten, die sich seit mindestens sechs Jahren in Deutschland aufhalten. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, trommelte „Tungaba“ am 22. September im Café Lyrik.

Die Musik von „Tungaba“ basiert auf Rhythmen und Gesängen, die hauptsächlich aus Guinea und Mali stammen. Die daraus entwickelten Arrangements, Choreographien und Soloeinlagen begeisterten. Nach dem musikalischen Auftakt erläuterten Rona Tietje, Vorsitzende des Ausschusses für Gleichstellung und Integration in der Bezirksverordnetenversammlung sowie Mitglied im Integrationsbeirat für Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee, und Ülker Radziwill, Mitglied des Abgeordnetenhauses und Berliner Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Migration der SPD, die Position der SPD zu einem kommunalen Wahlrecht für Migrantinnen und Migranten. Dabei wurde betont, dass es sich eine demokratische Bürgergesellschaft nicht auf Dauer leisten könne, einen großen Teil ihrer Mitglieder von den elementarsten Mitwirkungsrechten auszuschließen. Unter den Migrantinnen und Migranten gebe es ein großes Bedürfnis nach und eine große Bereitschaft zu Partizipation. Für die SPD Pankow verwiesen Yasser Sabek von der Arbeitsgemeinschaft Migration und Sven Mekarides vom Arbeitskreis Afrika in diesem Zusammenhang auch auf die „Pankower Thesen zur Integration“ und ihre Bedeutung für ein solidarisches und tolerantes Pankow (http://spdnet.sozi.info/berlin/nordos/dl/­Pankower_Thesen_zur_Integration.pdf). Dann sprachen die Trommeln. Die Leidenschaft und den langen Atem von „Tungaba“ werden wir auch in Zukunft brauchen, um das kommunale Wahlrecht für Migrantinnen und Migraten durchzusetzen.